Mit von der Pilz-Partie ist Marionna Schlatter. Sie ist diplomierte Pilzkontrolleurin und führt uns in den folgenden 2 Stunden durch den hiesigen Wald. Wir laufen durch Dickicht, die Stechmücken dicht auf den Versen. Unter den Teilnehmenden sind viele Pilzlerinnen und Pilzler. Die meisten wissen also längst, dass nebst Fichten auch Buchen und Eichen essbare Pilze beherbergen. Ahornbäume gilt es hingegen zu meiden, wenn man Hunger hat. Wir lernen dass nur gut 1% aller Pilze überhaupt gute Speisepilze und 3% essbar sind, der Rest ist ungeniessbar.
Schnell wird klar: Wir finden heute keine Speisepilze, höchstens Holzpilze. Die leben auf noch feuchten, abgestorbenen Bäumen. Alle anderen Pilze haben sich für dieses Jahr bereits wieder in die Erde zurückgezogen. Die Pilzkörper mit einem klassischen Hut, oder in Gestalt einer Röhre, eines Schlauchs oder gar eines Stachels waren eben nach dem vielen Regen im eher kühlen Frühling förmlich aus dem Boden geschossen. Stimmt das Wetter, kann ein Steinpilz schon mal in 24 Stunden zu einer stattlichen Grösse heranwachsen.
Marionna Schlatter weiss viel über die Zusammenhänge in der Natur. Sie schwärmt für Schwämme und das steckt an. Die Tatsache, dass wir kaum Pilze finden, rückt schnell in den Hintergrund. Im angenehm kühlen Sommerwald geht jeder für sich auf Empfang, lauschen der Natur. Und den Ausführungen der Pilzexpertin.




Wir empfehlen auch den Bericht von AktionNaturReich zur Pilzführung vor 2 Jahren.
Die ständige Mitwirkungsgruppe ANR informiert und sensibilisiert im Bereich Natur. Im Fokus steht dabei die Bedeutung der biologischen Vielfalt, der sorgsame Umgang mit Pflanzen und Tieren sowie die naturnahe Gestaltung und Pflege der Hausgärten, Sitzplätze, Balkone, Hochbeete oder Pflanzflächen.
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