Ja, genau. Die aktualisierte Planung zeigt unter anderem, dass sich die Sanierungen der Siedlungen Arbental und Adolf-Lüchinger-Strasse verschieben.
Bauprojekte sind komplex. Architektur, Haustechnik, Brandschutz und Denkmalpflege und vieles mehr müssen aufeinander abgestimmt werden. Änderungen in einem Bereich wirken oft auf andere Bereiche. Schritt für Schritt wird deshalb nachjustiert. Hinzu kommen Vorschriften, Normen, Qualitätsanforderungen und das Bewilligungsverfahren, das Zeit benötigt. Selbst nach der Bewilligung können unerwartete Rekurse oder Herausforderungen auf der Baustelle zu Verzögerungen führen. All das summiert sich – daher dauern Projekte oft länger als ursprünglich geplant.
Die Etappe 19 wollen wir langfristig erhalten – und zwar zu möglichst niedrigen Mieten. In der Planungsphase haben wir die Abläufe anhand neuer Erkenntnisse angepasst. Auch fliessen Erfahrungen aus der Sanierung Hegianwandweg ein. In Etappe 17 haben wir 87 Wohnungen saniert, jetzt geht es um 321 Wohnungen – um fast 15 Prozent unseres Wohnbestands! Der Bauablauf muss detailliert ausgearbeitet werden. Die Bauarbeiten beginnen ungefähr im Frühling 2027. Erste Wohnungen sind aber erst Ende 2027 betroffen, die Sanierung aller Wohnungen dauert insgesamt bis Ende 2029. 2030 wird der Aussenraum gestaltet.
Dort mussten wir ebenfalls Anpassungen vornehmen. Die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter sind unterschiedlich: Dachausbauten, mehr Tageslicht, Wanddurchbrüche oder Balkone werden gewünscht. Manche Haushalte möchten ein grösseres Bad oder ein zweites WC. Die Anliegen aus der Mitwirkung für Etappe 16 nehmen wir ernst. Im Dezember 2025 wurden diese der Bauten- und Aussenraumkommission vorgestellt; Anfang 2026 entscheidet nun der Vorstand über das Vorgehen. Die Berücksichtigung der Anliegen macht das Projekt umfangreicher und komplexer – die Planung dafür benötigt Zeit. Deshalb verschiebt sich der Baustart auf 2030 – abhängig von Bewilligungen, Denkmalpflege und Projektumfang.
Wie auch vielen anderen Wohnbaugenossenschaften machte uns der veränderte Umgang mit der Direktanwendung des ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) Probleme und stellte uns vor schwierige Aufgaben. Jetzt gibt es eine Lösung: Die ISOS-Verordnung betrifft nur noch Bereiche, die das Ortsbild beeinflussen. Die Raumplanungsverordnung wird auch angepasst: Photovoltaik auf Neubauten löst künftig keine Bewilligungspflicht mehr aus. Ersatzneubauten in ISOS-A-Gebieten können ab Anfang 2027 wieder durch die Stadt bewilligt werden. Das sind gute Nachrichten. 2026 erarbeiten wir also das Wettbewerbsprogramm. Nachhaltige Materialien wie Holz und die Schaffung von viel Gemeinschaftsraum – Mitgliederwünsche basierend auf der Mitwirkung im Jahr 2025 – sind für uns zentrale Punkte.
Ja. Durch die komplexen Sanierungen in den Etappen 16 und 19 sind Ressourcen gebunden. Das wirkt sich auf alle Projekte aus. Die Sanierung des Oberen Kleinalbis planen wir erst nach Abschluss des Ersatzneubaus Rossweidli. Es ist sinnvoll, die Häuser erst nach Hinterfüllung der Baugrube des Ersatzneubaus zu sanieren.
Dort läuft nun alles nach Plan. Der Bau schreitet voran. Ende 2027 werden voraussichtlich die ersten Mieter/innen einziehen – etappenweise, Hauszeile für Hauszeile.
Hier finden Sie die aktuelle FGZ-Langzeitplanung Bau 2026 – 2033, Stand: Oktober 2025.