Bericht

Obst- und Gehölzschnitt in den FGZ-Vorgärten

Thomas Bleuer vom Bildungszentrum Gärtner JardinSuisse Zürich (BZG) arbeitet an diesem Vormittag Ende Januar im Kleinalbis. Die auszubildenden Gärtnerinnen und Gärtner nehmen am alljährlichen, überbetrieblichen Kurs Gehölzschnitt in den Vorgärten der FGZ teil.

Die FGZ steht für Biodiversität, unser Gärtnerteam setzt bei Obstbäumen auf Vielfältigkeit. So erhält das BZG das benötigte Material um ca. 150 Lehrlinge rund um den Winterschnitt bei Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen zu schulen und unser Gärtnerteam freut sich über tatkräftige Unterstützung bei der Pflege der vielen Obstbäume am Friesenberg. «Der überbetriebliche Kurs Obst- und Gehölzschnitt hat Tradition in der FGZ. Er wird schon seit über 40 Jahren bei uns durchgeführt.» weiss Alex Häusler, Teamleiter Gärtner.

Kurs Obst- und Gehölzschnitt

«Braucht’s hier keinen Mut?» Ein Lernender, der gesichert auf einer langen Leiter in den Zweigen eines mindestens 40 Jahre alten Kirschbaums steht, antwortet knapp: «Nein, nur keine Angst.» Er lacht. Der 4-tägige überbetriebliche Kurs Obst- und Gehölzschnitt findet an einem trüben Freitagvormittag bei -1 Grad statt. «Es ist doch nicht kalt.» Thomas Bleuer schmunzelt. «Aus Sicherheitsgründen dürfen wir aber nur bis -5 Grad in den Holzschnitt. Bei Eis rutscht man eben auf der Leiter oder in den Ästen.» Der hauptberufliche ÜK-Instruktor ist Wind und Wetter gewöhnt.

Kurs Obst- und Gehölzschnitt

«Braucht’s hier keinen Mut?» Ein Lernender, der gesichert auf einer langen Leiter in den Zweigen eines mindestens 40 Jahre alten Kirschbaums steht, antwortet knapp: «Nein, nur keine Angst.» Er lacht. Der 4-tägige überbetriebliche Kurs Obst- und Gehölzschnitt findet an einem trüben Freitagvormittag bei -1 Grad statt. «Es ist doch nicht kalt.» Thomas Bleuer schmunzelt. «Aus Sicherheitsgründen dürfen wir aber nur bis -5 Grad in den Holzschnitt. Bei Eis rutscht man eben auf der Leiter oder in den Ästen.» Der hauptberufliche ÜK-Instruktor ist Wind und Wetter gewöhnt.

Pyramiden für viele Kirschbäume

Kyangwe Signer ist Lehrling im 1. Jahr. Er ist erst vor 3 Jahren aus Tansania in die Schweiz gekommen. Mit dem Lehrabschluss hat er ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis Gartenbau in der Tasche. «Wir lernen viele Sachen, die mich interessieren. Ich bin dankbar um die Chance, in der Schweiz eine Lehre zu machen.» Herr Signer ist sichtlich motiviert, sein Deutsch beeindruckend. Er kappt kleine und grössere Äste, die einer guten Ernte im Weg stehen. Die Fruchtäste wachsen bei einem Hochstamm am Mitteltrieb und an den Leitästen. Mit einem pyramidenförmigen Schnitt erzieht er so den Baum zu einem höheren Fruchtertrag.

Aller Anfang ist schwer

Der sogenannten Erziehungsschnitt eines grösseren Baumes braucht zu Beginn sehr viel Zeit. Die 2 Auszubildenden stimmen sich bei Unsicherheiten immer wieder mit Herrn Bleuer ab, bevor sie einen der Äste kappen. Bei dickeren Ästen ist Kraft gefragt, sonst hilft eine kleine Handsäge aus. Die Arbeit scheint extrem aufwendig. «Ein Profi braucht etwa ein Viertel der Zeit», ordnet Thomas Bleuer den Zeitaufwand ein.

Ein guter Apfel muss lange hängen

Ein sauberer Winterschnitt, eine regelmässige Baumpflege bis zur Ernte, Sonne, Regen und Wind braucht es für eine gute Ernte. Wenn ein aufgeschnittener Apfel Saft zieht, verlässt man sich bei der Reifeprüfung der Früchte am besten auf den eigenen Gaumen. Ist die Schale vom Apfel schwer zu schlucken, braucht er noch etwas Zeit. Geduld ist gefragt.

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