Genossenschaftskultur

Klare Signale der Mitglieder

An der FGZ-Generalversammlung vom 15. Juni 2026 bestätigten die Mitglieder den Vorstand mit über 90 Prozent und nahmen den Baukredit Arbental II mit rund 94 Prozent an. Der Antrag aus der Genossenschaft auf eine Statutenänderung fand Zustimmung, verfehlte aber die 2/3-Mehrheit. Anwesend waren zu Beginn der Versammlung 529 Stimmen.

Zum Auftakt des Abends genehmigte die Generalversammlung sämtliche Jahresgeschäfte der FGZ deutlich und diskutierte einen Antrag aus der Genossenschaft mit vielen Wortmeldungen.

Nein zum Antrag auf Statutenänderung

Der Antrag von Christian Hausammann auf Statutenänderung von Artikel 41 sah vor, dass erwachsene Kinder von langjährigen Genossenschafterinnen und Genossenschaftern bei der Vermietung von Wohnobjekten bevorzugt würden. Nach dem gut halbstündigen Austausch stimmte die Generalversammlung mit 275 dafür und 255 dagegen. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit hätte 364 Ja-Stimmen erfordert, dies wurde um 89 Stimmen verfehlt. Mit diesem Entscheid folgten die Mitglieder der Empfehlung des Vorstands, der vor der Abstimmung klarstellte, dass eine Annahme die Ausrichtung der FGZ grundlegend ändern würde. Der Vorstand nahm aber die vielen Ja-Stimmen im Saal zur Kenntnis und versteht dies als Auftrag, sich mit dem Thema weiter auseinanderzusetzen.

Vorstand und Vertrauensleute gewählt

Im Anschluss sprach sich die Generalversammlung für Kontinuität an der Spitze der FGZ aus: Präsident Sascha Haltinner wurde mit 90,8 Prozent (416 zu 42 Stimmen) gewählt, die restlichen Vorstandsmitglieder mit 92,4 Prozent (436 zu 36 Stimmen) in globo wiedergewählt. Auch die Vertrauensleute wurden gemäss Vorschlagsliste mit gut 97 Prozent gewählt. Von den 37 Vertrauensleute sind nach dieser Wahl 19 neu im Gremium, 17 Bisherige und ein Sitz bleibt vakant. Vorstand und Verwaltung freuen sich auf die Zusammenarbeit. (Hinweis: Die Zahlen der abgegebenen Stimmen ergeben nicht immer das gleiche Total, da bei den unterschiedlichen Abstimmungen Mitglieder verspätet dazustossen, die GV früher verlassen oder bei einer Frage nicht abstimmen).

Ja zur Sanierung Arbental II

Die Mitglieder genehmigten das Bauprojekt und den Baukredit für die Sanierung der Siedlung Arbental II (Etappe 19) mit rund 94 Prozent deutlich. Mit 321 Wohnungen ist sie die grösste Etappe der FGZ. Sie wurde vor 65 Jahren gebaut und wurde Anfang der 1990er-Jahre das letzte Mal renoviert. Die Wohnungen werden nun modernisiert und der Komfort wird erhöht. Trotz der umfangreichen Erneuerung bleiben die Mietzinse günstig. Die FGZ setzt damit ihre langfristige Erneuerungsstrategie fort und investiert gezielt in die Qualität und Zukunftsfähigkeit ihrer Siedlungen.

Dank und Ausblick

Zu Beginn waren 425 Mitglieder vor Ort, 104 haben sich stellvertreten lassen. Damit waren 529 Stimmen im Saal. Die FGZ dankt allen Genossenschafterinnen und Genossenschaftern für ihre Teilnahme und das Vertrauen. Das Beschlussprotokoll wird in Kürze auf der Webseite publiziert.

Wegen dem feministischen Streik wurde der Termin der nächsten Generalversammlung verschoben. Die Generalversammlung findet nächstes Jahr am Dienstag, 15. Juni 2027 im Volkshaus statt.

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