Die Siedlung Arbental II ist mit 321 Wohnungen die grösste Etappe der FGZ. Sie wurde vor rund 65 Jahren gebaut und zuletzt in den 1990er-Jahren modernisiert. Um langfristig günstigen Wohnraum zu sichern und den Wohnkomfort zu erhöhen, wird die Siedlung nun saniert. Trotz den umfassenden Erneuerungsarbeiten bleiben die Mietzinse günstig.
Die FGZ legt grossen Wert auf den frühzeitigen Einbezug der Mietparteien. Bereits 2022 wurden an Mitwirkungsanlässen Wünsche aufgenommen, insbesondere der klare Wunsch nach dem Erhalt günstigen Wohnraums. Diesen Grundsatz für alle Projektüberlegungen unterstrich der Vorstandspräsident Sascha Haltinner in seiner Begrüssungsrede.
Vorgesehen sind unter anderem ein Ersatz von Küchen und Bädern, neue Wasser-, Heizungs- und Elektroinstallationen sowie ein zeitgemässes Farbkonzept. Moderne Fenster und eine zusätzliche Dämmung der Gebäudehülle reduzieren den Energieverlust, Photovoltaik-Anlagen auf fast allen Dächern steigern die Eigenstromproduktion. 2 Gebäude werden zudem mit Mikropfählen im Erdreich stabilisiert, um das Tragwerk langfristig zu sichern.
Die Verantwortlichen der Verwaltung erklärten den Teilnehmenden das mehrjährige Sanierungsprojekt – so einfach wie möglich und jeweils im Bezug zum Haustyp, in dem sie wohnen:
Beda Krapf: «Die Teilnehmenden haben die ausführlichen Informationen und den Projektbeschrieb zum Mitnehmen sehr geschätzt. Obwohl die Sanierung erst im Mai 2027 startet, konnten wir bereits viele Fragen klären und auch frühzeitig Unsicherheiten vor allem hinsichtlich der Arbeiten in den Wohnungen und den steigenden Mieten auffangen.»
Die Wohnungen bleiben während der Bauarbeiten grundsätzlich bewohnbar. Lediglich während der rund 4-wöchigen Wohnungssanierungen ist ein Auszug notwendig. Bei Bedarf stellt die FGZ Ersatzwohnungen zur Verfügung. Sandra Seger orientierte hinsichtlich der des vorübergehenden Auszugs: «Mit einem Fragebogen erfassen wir im Anschluss an die Anlässe individuelle Bedürfnisse. So finden wir passende Ersatzwohnungen, zum Beispiel mit Lift, oder organisieren Unterstützung durch Sozialberatung oder Altersbetreuung».
«Uns ist bewusst, dass die Sanierung den Alltag der Mieter/innen belastet. Deshalb informieren wir frühzeitig und schrittweise und halten die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich – etwa durch Unterstützung durch einen Logistikunternehmer», erklärte Daniela Ziswiler.
Im Anschluss an die Präsentation konnten die Teilnehmenden an Stehtischen individuelle Fragen stellen und Anliegen platzieren. Dieses Format hatte sich bereits bei früheren Versammlungen bewährt. «Die Hemmschwelle ist hier kleiner, persönliche Anliegen oder Fragen zu platzieren – besonders für zurückhaltende Menschen oder solche, die sich sprachlich unsicher fühlen», erklärt Anna Tavernini, Projektleiterin Soziales und Genossenschaftskultur. Sie hat alle 3 Abende begleitet.
An der ordentlichen Generalversammlung vom 15. Juni 2026 stimmen die Mitglieder über den Baukredit von 74,3 Millionen Franken ab. Die entsprechenden Abstimmungsunterlagen werden im Mai verschickt. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!